Schäden durch Sonneneinstrahlung (solare Keratosen) zu therapieren, stellt seit Jahren die Dermatologie vor Probleme. Bei bisherigen Behandlungen wie Operationen, chemo-chirurgische Behandlungen, Kyrotherapien wurde oft auch das angrenzende gesunde Hautareal im Mitleidenschaft gezogen.
Die Photodynamische Therapie ist eine inzwischen anerkannte selektive Therapie, bei der nur das geschädigte Hautareal behandelt wird - keine Operation, also keine Narben.
Der menschliche Körper produziert einen Stoff (PPIX), welcher unter Lichteinwirkung eine biochemische Reaktion, den sogenannten photodynamischen Effekt, hervorruft. Dabei entstehen Sauerstoffradikale, die Zellen elimieren können.
Diesen Effekt nutzt man nun gezielt aus. Auf die erkrankten Hautareale wird körpereigene Aminosäure in Form einer speziellen Creme aufgetragen. Dieses führt dazu, dass sich dort dieses PPIX in höherer Menge ansammelt. Unter künstlicher Lichteinwirkung mit einem sehr eng definierten Lichtspektrum wird nun der photodynamische Effekt erzeugt, d.h. die geschädigten Hautareale werden therapiert, die gesunde Haut bleibt weitestgehend unberührt.
Nach der, im Normalfall narbenfreien, Verheilung ist zwischen den vormals geschädigten und den gesunden Hautarerealen kein sichtbareer Unterschied feststellbar.
Auf die betroffenen Hautareale wird die spezielle Creme aufgetragen. Damit nicht vorzeitig eine Lichtreaktion entsteht, muß das Areal lichtdicht abgeklebt werden. Nach einer Einwirkzeit von ca 3 Stunden kann der Arzt zunächst die Hautschäden unter LIchteinwirkung (Schwarzlicht) genauer diagnostizieren, d.h. er kann die Intensität und die Ausdehnung lokalisieren und so den passenden Therapieplan erstellen.
Anschließend wird die geschädigte, so vorbereitete Stelle ca 20 min dem speziellen Licht (545mn) ausgesetzt.
Nach 3 Wochen sollten die so behandelten Hautareale überprüft und gegebenenfalls ein weiteres Mal therapiert werden.
Während der Behandlung fühlt man eine starke Wärme und eventuell ein leichtes Brennen. Die Haut ist nach der Behandlung gerötet und fühlt sich angespannt an.
Die Rötung der Haut geht innerhalb von ein paar Tagen zurück. Im Laufe einer Woche entsteht eine dünne, pergamentartige Hautschicht wie bei einem Sonnenbrand, die sich problemlos ablöst. Man braucht kein Pflaster oder Verband, sollte aber die Haut ca. 14 Tage noch vor Sonne schützen.
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