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Donnerstag, 11. März 2010
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Dermatologie

Sonnenschutz

Sonnenschutz im Winter

Sonnenschutz darf auch im Winter nicht vergessen werden.

Besonders in den Übergangszeiten und im Winter wird wegen der Kälte und der frischen Luft die Intensität der UV-Strahlen unterschätzt.

Wie Untersuchungen zeigen, neigen dann viele Leute dazu, den Sonnenschutz zu vernachlässigen.

 

Extrem wichtig ist der Sonnenschutz beim Skifahren oder Wandern im Schnee. In den Bergen ist wegen der Höhe grösste Vorsicht geboten. Schnee und Eis intensivieren die Wirkung der UV-Strahlen, je höher umso mehr. Hier geht nichts ohne schützende Textilien, Sonnenbrille und ein Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Faktor.

Schutz vor der Sonne - im Sommer besonders wichtig!

Man weiss heute, dass die UV-Strahlung der Sonne nicht nur die Hautalterung erheblich beschleunigt, sondern dass sie auch die Erbsubstanz von Hautzellen so verändern kann, dass noch nach Jahrzehnten ein Hauttumor entsteht.

Hautkrebs

In den letzen 50 Jahren wurde eine drastische Steigerung von Hautkrebs bei weisshäutigen Menschen beobachtet. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes von 2002 steht die Neuerkrankungsrate für ein Melanom - sogenannter schwarzer Hautkrebs - bei Frauen an vierter Stelle, bei Männern sogar an dritter Stelle.

 

Durch eine gute Aufklärung der Bevölkerung und eine sehr gute Früherkennung ist bisher trotzdem die Sterblichskeitsrate nicht gestiegen. Aber bei der zu erwartenden Klimaentwicklung kann keine Entwarnung gegeben, sondern im Gegenteil zu weiteren grundsätzlichen Vorsicht geraten werden.

Kleidung als Sonnenschutz

Kleidung und Sonnenschutzmittel helfen, die Haut vor zuviel schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Aber: nicht alle Kleidung ist gleich geeignet. So sind synthetische Fasern wirkungsvoller als Naturfasern, und je dichter verarbeitet umso besser. In Ländern wie Australien oder Neuseeland gibt es längst Siegel für speziell behandelte Kleidung mit UV-Schutz, selbst Sonnenschirme werden mit UV-Schutz angeboten.

Dr. med. Anja Ogger

Dr. med. Anja Ogger

Der Rat unserer Dermatologin:

Zu viel UV-Strahlung ist gefährlich, unabhängig vom Alter und Hauttyp.

 

Weitere Informationen zu: Dr. med. Anja Ogger

Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel sollten das gesamte UV-A und UV-B Spektrum abdecken. Damit sie ihre Schutzfunktion voll entfalten knnen, sollten sie mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftagen werden. Wasser und Sand, aber auch Schnee können UV-Strahlen reflektieren und somit deren Wirkung verstärken. Nach dem Baden und bei starkem Schwitzen sollte unbedingt erneut eingecremt werden, da das Sonnenschutzmittel teilweise abgewaschen wird. Mit dem Auftragen von Parfüm sollte man zurückhaltend sein, es könnte in Verbindung mit dem Sonnenschutzmittel Nebenwirkungen hervorrufen.

 

Ein hoher Sonnenschutzfaktor hilft zwar bei der Vermeidung eines unangenehmen Sonnenbrandes, aber trotzdem stellt dieser keinen 100-prozentigen Schutz vor den UV-Strahlen dar. Lassen Sie sich nicht irreführen von Auszeichnungen wie: Sonnenblocker, Schutz für den ganzen Tag ...

 

Grundsätzlich gilt:

  • nicht zu lange in der Sonne bleiben und Sonnencreme mehrfach auftragen.
  • Babys dürfen nie UV-Strahlen ausgesetzt werden,
  • und Kinder müssen besonders gut geschützt werden.

UV-Index

Der UV-Index (UVI) gibt die Stärke der solaren UV-Strahlung am Erdboden an: je höher die Zahl ist, desto grösser ist auch die Gefahr für Haut und Augen, d.h. entsprechend nimmt auch das Gefahrenpotential zu. Um die Mittagzeit (ca. 2 - 4 Stunden) ist der UV-Index am höchsten.

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